Bürokraten mit dem Begriff einer „freien Marktwirtschaft“ zu verbinden. Doch frage man Menschen wie Hakan E. Cetin, der in diesem Heft vorgestellt wird, oder Christian Wiesner, der in der letzten Ausgabe zu Wort kam, ob sie sich tatsächlich im „Feindesland“ wähnen und nachts vom Lärm ihrer eigenen Angstschlotterei aufwachen? Es sieht nicht so aus! Man frage die Hunderttausende und Millionen von Selbständigen und Freiberuflern, die es allein hierzulande gibt, ob sie genauso viel Koks und Psychopharmaka brauchen wie unsere Politiker, um ihren Berufsalltag zu bestehen? Böse Bemerkung, doch jeder weiß, dass sie zutrifft. Je freier der Mensch sich entfalten und sein Potenzial entwickeln kann, je mehr Perspektiven er hat und künftigen wie gegenwärtigen Wohlstand für sich und seine Familie, sein Team, seine Partner und seine Firma erwarten kann, umso besser geht es dem Menschen. Umso wohler und kraftvoller fühlt er sich. Umso kreativer und förderlicher ist der Beitrag, den er für die Allgemeinheit leistet. Auch das ist schon lange bekannt und selbst Politiker würden in ihren Sonntagsreden nichts anderes behaupten. Doch dann gehen sie hin und fordern Kontrolle über alles und jeden! Die Vorteile für den Verbraucher hinsichtlich Qualität, Preis und auch Ressourcenschonung, die das Network Marketing heute schon bietet, sind längst erwiesen und können von niemandem, der sich mit ehrlicher Absicht mit diesem Business befasst, bestritten werden. Network Marketing setzt wie kein anderer Wirtschaftszweig auf das freie und eigenverantwortliche Unternehmertum, auf die Selbständigkeit der Wirtschaftsteilnehmer, Käufer wie Verkäufer, Kunden wie Dienstleister, auf ungehinderte und grenzenlose Absatzmöglichkeiten. Wer die Banker beaufsichtigt wird bald jedes Unternehmen unter seine Kontrolle oder, wie es neudeutsch so schön heißt, unter „seinen Schutzschirm“ bringen müssen. Kontrolle endet nie! Sie schlägt durch bis zur Basis, bis zum letzten Vertreter und Handwerker. In dieser Frage sollte man sich vielleicht doch noch mal an den Opa wenden, der das noch erlebt hat, oder an den Freund aus den neuen Bundesländern, für den der „Kontrollzinnober“ noch keine Generation zurückliegt.
in diesen Tagen wird wieder viel über Kontrolle und Aufsicht geschrieben. Der Staat soll die Banken und die Banker kontrollieren und beaufsichtigen und sie so von Gier und Schindluder abhalten. Angeblich, um die Bürger vor Betrug und Bankrott zu beschützen. Doch wer die Banken, das Geld und seine Ströme kontrollieren will, wird bald – wenn auch nur indirekt – weite Teile der Geschäftswelt mit beaufsichtigen wollen oder müssen. Freies Unternehmertum scheint für die Politiker jedweder Couleur ein ganz fürchterlicher Zustand zu sein: Risiko, Betrug, Abzocke, Verluste, Unsicherheit, enthemmte Märkte, Gefahr, soziale Härte, Ungerechtigkeit – all’ das und Schlimmeres scheinen Abgeordnete und
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